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A Passage through India von Christoph Schaub, Dokumentarfilm für Kino |
Indien, Oktober 2012
Hunderttausend Inder und Inderinnen, die Ärmsten der Gesellschaft –
die Unberührbaren, die Ureinwohner Indiens (die Adivasis), die Landlosen,
die Zwangsarbeiter, – Frauen, Männer, Kinder – alle nehmen sie Teil an
einem langen Protestmarsch durch Indien, der in Gwalior in Zentralindien
beginnt, einen Monat dauern und in der Hauptstadt Delhi enden wird,
vor dem indischen Parlament, am India Gate, im Zentrum der indischen Macht.
Den Marsch nennen sie JANSATYAGRAHA, was übersetzt Marsch der
Gerechtigkeit heisst. Die Teilnehmer fordern, ganz elementar, das
Recht auf Existenz – denn ein Menschenleben gilt nicht viel in Indien –
ein Land, wo über 400 Millionen Menschen unter dem Existenzminimum
von 1.25 Dollar pro Tag leben und wo ihre Existenz tagtäglich mit
Füssen getreten wird – ein Land, das zugleich Atommacht und einer
der beliebtesten Investitionsmärkte der internationalen Konzerne ist.
Dieser Marsch wird Geschichte machen – er ist ein sensationelles
Ereignis: Nicht nur die Hindustan Times oder die Times of India werden
davon berichten. Die ganze Welt wird davon erfahren: CNN, BBC, die NZZ –
alle werden davon berichten und der Marsch wird unübersehbar sein.
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